Wenn der Postmann ...

by Marta Pagans


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Kennt ihr das? Ihr arbeitet im Home Office, wie man auf Neudeutsch so schön sagt. Ihr habt euch ein kleines, feines Büro eingerichtet und seid deshalb sehr oft zu Hause anzutreffen. Sobald die Postboten das mitbekommen haben, werdet ihr zur Postsammelstelle für die ganze Straße …

Mittlerweile habe ich die Vermutung, sie versuchen es nicht mal bei dem richtigen Nachbarn zu klingeln. Ich muss gestehen, das stört mich nicht besonders. Zwei Stockwerke runter bis zur Haustür und wieder zwei Stockwerke hoch zurück ins Büro bringen meinen Kreislauf wieder in Schwung. Wenn der nette Postbote dran ist, können wir ja ein kleines bisschen schwätzen.

Wenn ich aber unter Zeitdruck stehe, bin ich manchmal versucht, die Klingel einfach zu ignorieren. Gut, dass ich das heute nicht gemacht habe. Heute war das Päckchen ausnahmsweise für mich.

Eine Colomba ist nämlich extra aus Sizilien zu mir geflogen. Diese italienische Spezialität in Form einer Ostertaube wurde mir von zwei tollen Kundinnen und sehr geschätzten Kolleginnen geschickt. Als ich das Päckchen aufgemacht und die lieben Zeilen auf der Grußkarte gelesen habe, habe ich über das ganze Gesicht gestrahlt. Wie schön, so in die Ostertage starten zu können.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen, schöne (und leckere) Ostern!


Transkreation und Unternehmertum – ein Seminarrückblick

by Marta Pagans


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Am 24. Februar war es soweit. Trotz des herrlichen Wetters, das eher zum Spaziergang in der Sonne als zum achtstündigen Aufenthalt im Seminarraum einlud, trafen sich 14 Sprachmittler im Leoso Hotel in Ludwigshafen. Das Seminar mit dem vielversprechenden Thema Translation – Transkreation: Vom Über-Setzen zum Über-Texten hatte eine bunte Gruppe aus Anfängern, Quereinsteigern und alten Hasen zusammengeführt. Dass zwei Teilnehmerinnen extra aus Irland und Italien angereist kamen, spricht für das Renommee der Referentin.

Nina Sattler-Hovdar führte uns souverän und mit zahlreichen praxisbezogenen Beispielen in die Materie ein. Trotz des kompakten eintägigen Formats gab es ausreichend Zeit für praktische Übungen und den kollegialen Austausch.

Ich hatte zuvor Ninas Buch gelesen und erstaunt festgestellt, dass wir im Laufe der Jahre sehr ähnliche Strategien in puncto Kreativität entwickelt haben. In Sachen unternehmerisches Denken ist sie aber vielen von uns weit voraus. Wir Übersetzerinnen (und da kann ich mir nur an die eigene Nase fassen) tendieren leider dazu, die eigene Kompetenz als selbstverständlich zu betrachten.

Nina hat uns immer wieder zu mehr Selbstbewusstsein ermutigt und uns wertvolle Impulse für den Umgang mit unserer Kundschaft gegeben. So hatte sie einige praktische Tipps parat, um besser erläutern zu können, warum die von uns angebotenen Dienstleistungen so anspruchsvoll und zeitaufwändig sind.

Auch wenn wir an dem Tag wenig vom schönen Wetter hatten, gingen wir abends hochmotiviert und mit vielen neuen Erkenntnissen nach Hause. Ich bin überzeugt, bald die ersten Früchte meines Seminarbesuchs ernten zu können.

Wie ist es bei euch? Steht unternehmerisches Denken bei euch schon ganz oben auf der Liste?


Was ist Transkreation?

by Marta Pagans


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Bei einem der letzten Übersetzertreffen erzählte ich wie so oft, dass ich mich neben der Synchronisation von Filmen der Übersetzung von Marketing-, PR- und Werbetexten widme. Auf einmal sagte dann eine Kollegin: „Ach so, Du machst also Transkreation!“

Ob ich Transkreation mache? Ganz ehrlich, in dem Moment wusste ich nicht, was ich antworten soll …

Ja, ich bin für die Werbebranche tätig und ja, oft haben die von mir auf Spanisch gelieferten Texte eher wenig mit dem deutschen oder englischen Original zu tun.

Aber ab welchem Punkt wird eine „freie“ Übersetzung zur Transkreation? Kann man alle für die Werbebranche angefertigten Übersetzungen allgemein als „Transkreation“ bezeichnen? Sind wir als Übersetzer wirklich in der Lage zu texten? Oder fehlen uns dafür die Ressourcen und der Zugang zum Kunden, die ein Werbetexter automatisch und ganz selbstverständlich hat?

All diese Fragen beschäftigen mich in letzter Zeit. Umso glücklicher schätze ich mich, dass ich doch noch einen Platz in einem der heißbegehrten Seminare von Nina Sattler-Hovdar ergattern konnte. Mit dem vielversprechenden Thema Translation – Transkreation: Vom Über-Setzen zum Über-Texten kommt sie am 23. und 24. Februar zu uns nach Ludwigshafen.

Ihr Buch mit dem gleichnamigen Titel habe ich schon bestellt, und es wartet ungeduldig darauf, gelesen zu werden.

Wie seht ihr das? Beschäftigen euch auch diese Fragen? Hättet ihr Lust, dabei zu sein? Es wird sicherlich spannend!