Willkommen zu meinen losen Gedanken

Hier beobachte ich, reflektiere, schreibe und teile meine Gedanken.

Noch ganz roh, noch ganz zart … Einfach so wie sie kommen.

Ich sehe das als kleines Experiment und eine wunderbare Gelegenheit, um mich weiterhin nach und nach von meinem Perfektionismus zu lösen.

Ich freue mich, wenn du mich liest.

Ich freue mich, wenn meine Gedanken dir helfen und dich inspirieren.

Ich freue mich, wenn du auch deine (losen) Gedanken mit mir teilst.

Alltag Marta Pagans Alltag Marta Pagans

Kritzeleien

Einen Strich

Und noch einen Strich

Und noch einen

 

Ich kritzele

 

Mit dem guten Stift

Auf richtig gutem Papier

 

Einen Strich

Und noch einen Strich

Und noch einen

 

Nein, ich zeichne

Ja, ich

 

Auf richtig schönem Papier

Einen Strich

Und noch einen Strich

Und noch einen

 

Ich kritzele

 

Mit dem guten Stift

Auf richtig gutem Papier

 

Einen Strich

Und noch einen Strich

Und noch einen

 

Nein, ich zeichne

Ja, ich

 

Auf richtig schönem Papier

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Alltag Marta Pagans Alltag Marta Pagans

Spätsommer

Das Septemberlicht durchflutet die Küche.

 

Sanfte Gurkenhobelmusik im Hintergrund.

 

Ich schlendere zwischen Kühlschrank, Arbeitsplatte und Besteckschublade.

 

Tomaten

Gurken

Oliven

 

Ich hole das nagelneue Messer und den verbeulten Sparschäler.

 

Ist das der letzte Sommersalat?

 

Wer weiß.

 

Ich lasse mich überraschen.

*Dieser Text ist aus einem Spätsommer-Schreibimpuls der wunderbaren Dorothée Leidig entstanden.

Er lautete: „Stell' Dir einen Timer auf 10 Minuten. Schreib' in dieser Zeit einen kurzen Text, in dem die folgenden Wörter in beliebiger Reihenfolge vorkommen: Septemberlicht, verbeult, schlendern, Gurkenhobelmusik.“ Magst du es auch ausprobieren?

Mehr Schreibimpulse und Schreibangebote von Dorothée findest du auf ihrer Website.

Das Septemberlicht durchflutet die Küche.

 

Sanfte Gurkenhobelmusik im Hintergrund.

 

Ich schlendere zwischen Kühlschrank, Arbeitsplatte und Besteckschublade.

 

Tomaten

Gurken

Oliven

 

Ich hole das nagelneue Messer und den verbeulten Sparschäler.

 

Ist das der letzte Sommersalat?

 

Wer weiß.

 

Ich lasse mich überraschen.

*Dieser Text ist aus einem Spätsommer-Schreibimpuls der wunderbaren Dorothée Leidig entstanden.

Er lautete: „Stell' Dir einen Timer auf 10 Minuten. Schreib' in dieser Zeit einen kurzen Text, in dem die folgenden Wörter in beliebiger Reihenfolge vorkommen: Septemberlicht, verbeult, schlendern, Gurkenhobelmusik.“ Magst du es auch ausprobieren?

Mehr Schreibimpulse und Schreibangebote von Dorothée findest du auf ihrer Website.

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Alltag Marta Pagans Alltag Marta Pagans

Zum Welttag des Buches …

Sant Jordi war schon immer eines meiner Lieblingsfeste. So besonders wie die Heiligen Drei Könige. So besonders wie mein Geburtstag.

Als Kind haben sich die Straßen von heute auf morgen mit Büchern und roten Rosen gefüllt. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich in der Schule von einem Bücherstand zum nächsten ging. Das Portemonnaie ganz fest in meiner Hand. So viele Geschichten zu entdecken. So viele Seiten, die nach mir riefen.

Jedes Jahr zum 23. April werde ich jetzt ein kleines bisschen wehmütig. Wenn ich in die Buchhandlung reingehe, weiß ich, dass ich gar nicht werde anstehen müssen. Wenn ich die Buchhändlerin nach einer guten Empfehlung frage, wird sie nicht wissen, dass zu Hause eine rote Rose auf mich wartet.

Sant Jordi war schon immer eines meiner Lieblingsfeste. So besonders wie die Heiligen Drei Könige. So besonders wie mein Geburtstag.

Als Kind haben sich die Straßen von heute auf morgen mit Büchern und roten Rosen gefüllt. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich in der Schule von einem Bücherstand zum nächsten ging. Das Portemonnaie ganz fest in meiner Hand. So viele Geschichten zu entdecken. So viele Seiten, die nach mir riefen.

Jedes Jahr zum 23. April werde ich jetzt ein kleines bisschen wehmütig. Wenn ich in die Buchhandlung reingehe, weiß ich, dass ich gar nicht werde anstehen müssen. Wenn ich die Buchhändlerin nach einer guten Empfehlung frage, wird sie nicht wissen, dass zu Hause eine rote Rose auf mich wartet.

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Alltag Marta Pagans Alltag Marta Pagans

Sant Jordi

De totes les festes de l'any, Sant Jordi sempre ha estat de les meves festes preferides. Tan especial com el dia de Reis, tan especial com el meu aniversari.

De petita els carrers s'omplien de cop i volta de llibres i roses. A l'escola recordo que anava d'una parada a l'altra amb el moneder ben agafat. Tantes històries per descobrir. Tantes pàgines que em cridaven.

Ara cada any quan arriba el 23 d'abril, no puc evitar una miqueta de nostàlgia. Sé que a la llibreria no hauré de fer gens de cua. Quan demani a la llibretera que em recomani una novel·la, no sabrà que a casa m'hi espera una rosa.

De totes les festes de l'any, Sant Jordi sempre ha estat de les meves festes preferides. Tan especial com el dia de Reis, tan especial com el meu aniversari.

De petita els carrers s'omplien de cop i volta de llibres i roses. A l'escola recordo que anava d'una parada a l'altra amb el moneder ben agafat. Tantes històries per descobrir. Tantes pàgines que em cridaven.

Ara cada any quan arriba el 23 d'abril, no puc evitar una miqueta de nostàlgia. Sé que a la llibreria no hauré de fer gens de cua. Quan demani a la llibretera que em recomani una novel·la, no sabrà que a casa m'hi espera una rosa.

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Auf Magnolienbesuch

In den letzten Tagen war ich immer wieder auf Magnolienbesuch.

Ach, tut das gut, sie genüsslich zu bewundern!

Magnolien finde ich wunderschön. Mit ihren zarten rosa Blüten. Diese Schönheit −das weiß ich inzwischen− ist leider von kurzer Dauer.

Ein heftiger Regen. Ein allzu starker Wind. Ganz schnell ist der Zauber wieder vorbei.

Deswegen nutze ich die tägliche Gassirunde am Nachmittag, um altbekannten Magnolien in der Nachbarschaft einen Besuch zu abzustatten.

Und siehe da: Jetzt entdecke ich neue Magnolien an jeder Ecke

Und die Magnolienblütezeit erscheint mir gar nicht mehr so kurz.

Magnolienmagie könnte man meinen.

In den letzten Tagen war ich immer wieder auf Magnolienbesuch.

Ach, tut das gut, sie genüsslich zu bewundern!

Magnolien finde ich wunderschön. Mit ihren zarten rosa Blüten. Diese Schönheit −das weiß ich inzwischen− ist leider von kurzer Dauer.

Ein heftiger Regen. Ein allzu starker Wind. Ganz schnell ist der Zauber wieder vorbei.

Deswegen nutze ich die tägliche Gassirunde am Nachmittag, um altbekannten Magnolien in der Nachbarschaft einen Besuch zu abzustatten.

Und siehe da: Jetzt entdecke ich neue Magnolien an jeder Ecke

Und die Magnolienblütezeit erscheint mir gar nicht mehr so kurz.

Magnolienmagie könnte man meinen.

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Schneeglöckchen

Gerade eben die ersten Schneeglöckchen entdeckt.

Ich atme auf.

Nicht mehr lange und dieser lange graue Winter wird auch vorbei sein.

Gerade eben die ersten Schneeglöckchen entdeckt.

Ich atme auf.

Nicht mehr lange und dieser lange graue Winter wird auch vorbei sein.

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Vorfreude, Nachfreude

Februar ist mein Lieblingswintermonat. Ja, ich weiß, da sind die Tage in der Regel noch grau und trist. Aber im Februar habe ich Geburtstag, und zwar schön mittig, am 13.

So habe ich jedes Jahr zwei Wochen Vorfreude und zwei Wochen Nachfreude.

Nachfreude? Ja, so ein Wort brauche ich.

Februar ist mein Lieblingswintermonat. Ja, ich weiß, da sind die Tage in der Regel noch grau und trist. Aber im Februar habe ich Geburtstag, und zwar schön mittig, am 13.

So habe ich jedes Jahr zwei Wochen Vorfreude und zwei Wochen Nachfreude.

Nachfreude? Ja, so ein Wort brauche ich.

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Sol de febrer

Avui ha sortit el sol.

Un sol de cartró pedra.

Mig amagat, rere un tel de boirina.

 

I, tot i així, m'escalfa.

Avui ha sortit el sol.

Un sol de cartró pedra.

Mig amagat, rere un tel de boirina.

 

I, tot i així, m'escalfa.

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Winterschlaf

Seit ein paar Wochen merke ich es: Ich bin im Winterschlafmodus. Ich brauche deutlich mehr Schlaf und komme schwieriger aus dem Bett.

Draußen ist es kalt und ungemütlich. Um mich morgens aufzumuntern, zünde ich gerne eine Kerze am Frühstückstisch. Rauszugehen, kostet mich jedes Mal eine mittelgroße Überwindung. (Ich tue es trotzdem. Denn das tut mir das jedes Mal gut.)

Ich habe das Bedürfnis, Verabredungen viel vorsichtiger zu dosieren und stattdessen viel mehr Zeit auf der Couch zu verbringen. In meiner flauschigen Decke eingemummelt, mit einer dampfenden Tasse Tee. Meine Begleitung: ein gutes Buch, eine nette Serie oder Rätselbuch und Stift ... Ach, herrlich!

Dieses Jahr versuche ich zum ersten Mal nicht, gegen diese Bedürfnisse anzukämpfen. Ich lasse mich darauf ein. Die Natur schläft und ich schlafe auch ein bisschen mit.

Ja, ich bin im Winterschlaf und ich merke, es ist gut so.

Seit ein paar Wochen merke ich es: Ich bin im Winterschlafmodus. Ich brauche deutlich mehr Schlaf und komme schwieriger aus dem Bett.

Draußen ist es kalt und ungemütlich. Um mich morgens aufzumuntern, zünde ich gerne eine Kerze am Frühstückstisch. Rauszugehen, kostet mich jedes Mal eine mittelgroße Überwindung. (Ich tue es trotzdem. Denn das tut mir das jedes Mal gut.)

Ich habe das Bedürfnis, Verabredungen viel vorsichtiger zu dosieren und stattdessen viel mehr Zeit auf der Couch zu verbringen. In meiner flauschigen Decke eingemummelt, mit einer dampfenden Tasse Tee. Meine Begleitung: ein gutes Buch, eine nette Serie oder Rätselbuch und Stift ... Ach, herrlich!

Dieses Jahr versuche ich zum ersten Mal nicht, gegen diese Bedürfnisse anzukämpfen. Ich lasse mich darauf ein. Die Natur schläft und ich schlafe auch ein bisschen mit.

Ja, ich bin im Winterschlaf und ich merke, es ist gut so.

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Selbstständigkeit Marta Pagans Selbstständigkeit Marta Pagans

Selbstfürsorge

Was hilft mir, auf mich zu achten? Ganz genau zu wissen, was mir guttut und das auch zu tun.

Herauszufinden, was mir guttut, ist einfach. Dranzubleiben, vor allem in stressigen Zeiten, nicht so sehr ...

Die tägliche Runde an der frischen Luft, zum Beispiel. Am besten, wenn es noch hell ist.

Im Sommer ist das einfach.

Im Winter muss ich schon ganz genau auf die Uhr schauen. Vieles einfach so liegen lassen. Wie dieser Text hier. Der bleibt jetzt einfach hier liegen.

Was hilft mir, auf mich zu achten? Ganz genau zu wissen, was mir guttut und das auch zu tun.

Herauszufinden, was mir guttut, ist einfach. Dranzubleiben, vor allem in stressigen Zeiten, nicht so sehr ...

Die tägliche Runde an der frischen Luft, zum Beispiel. Am besten, wenn es noch hell ist.

Im Sommer ist das einfach.

Im Winter muss ich schon ganz genau auf die Uhr schauen. Vieles einfach so liegen lassen. Wie dieser Text hier. Der bleibt jetzt einfach hier liegen.

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Alltag Marta Pagans Alltag Marta Pagans

Rätsel

Ich liebe es, Schwedenrätsel zu lösen. Mit Stift und Papier. So richtig oldschool. Seit Jahren löse ich sie am liebsten auf Deutsch. Europäische Flüsse und Schweizer Kantone sind nicht gerade meine Stärke. Das stelle ich immer wieder fest. Inzwischen weiß ich aber, dass eine törichte Frau eine Närrin ist und dass eine Lobrede einer Eloge gleicht. Wer weiß, wann ich solche Wörter gut gebrauchen kann ...

Ich liebe es, Schwedenrätsel zu lösen. Mit Stift und Papier. So richtig oldschool. Seit Jahren löse ich sie am liebsten auf Deutsch. Europäische Flüsse und Schweizer Kantone sind nicht gerade meine Stärke. Das stelle ich immer wieder fest. Inzwischen weiß ich aber, dass eine törichte Frau eine Närrin ist und dass eine Lobrede einer Eloge gleicht. Wer weiß, wann ich solche Wörter gut gebrauchen kann ...

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