Transkreation und Unternehmertum – ein Seminarrückblick

by Marta Pagans


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Am 24. Februar war es soweit. Trotz des herrlichen Wetters, das eher zum Spaziergang in der Sonne als zum achtstündigen Aufenthalt im Seminarraum einlud, trafen sich 14 Sprachmittler im Leoso Hotel in Ludwigshafen. Das Seminar mit dem vielversprechenden Thema Translation – Transkreation: Vom Über-Setzen zum Über-Texten hatte eine bunte Gruppe aus Anfängern, Quereinsteigern und alten Hasen zusammengeführt. Dass zwei Teilnehmerinnen extra aus Irland und Italien angereist kamen, spricht für das Renommee der Referentin.

Nina Sattler-Hovdar führte uns souverän und mit zahlreichen praxisbezogenen Beispielen in die Materie ein. Trotz des kompakten eintägigen Formats gab es ausreichend Zeit für praktische Übungen und den kollegialen Austausch.

Ich hatte zuvor Ninas Buch gelesen und erstaunt festgestellt, dass wir im Laufe der Jahre sehr ähnliche Strategien in puncto Kreativität entwickelt haben. In Sachen unternehmerisches Denken ist sie aber vielen von uns weit voraus. Wir Übersetzerinnen (und da kann ich mir nur an die eigene Nase fassen) tendieren leider dazu, die eigene Kompetenz als selbstverständlich zu betrachten.

Nina hat uns immer wieder zu mehr Selbstbewusstsein ermutigt und uns wertvolle Impulse für den Umgang mit unserer Kundschaft gegeben. So hatte sie einige praktische Tipps parat, um besser erläutern zu können, warum die von uns angebotenen Dienstleistungen so anspruchsvoll und zeitaufwändig sind.

Auch wenn wir an dem Tag wenig vom schönen Wetter hatten, gingen wir abends hochmotiviert und mit vielen neuen Erkenntnissen nach Hause. Ich bin überzeugt, bald die ersten Früchte meines Seminarbesuchs ernten zu können.

Wie ist es bei euch? Steht unternehmerisches Denken bei euch schon ganz oben auf der Liste?